Was immer du in einem Raum setzt, es wirkt. 

Eine scheinbare Rahmenbedingung wird zur künstlerischen ästhetischen Setzung.
Es sind das die Materialien Raum – Schwingungskörper – Inhalt, mit dem künstlerisch gearbeitet wird. Diese Rohstoffe sind im reinen Sinne Objet trouvés, die sich klanglich erst gegenseitig überhaupt ermöglichen. Erst in diesem Zusammensein werden ihre individuellen Charaktere spürbar und ein künstlerischer Prozess kann beginnen. Seriös zu arbeiten bedeutet hier zu allererst, unvoreingenommen und ohne einem idealisierten Klangbild  in die Begegnung mit einem Inhalt, der sich mit der Materialität eines Lautsprechers und der Materialität eines Raumes verbindet, einzutreten. Es ist die Suche nach dem nicht Vorstellbaren, dem Vor-Utopischen, das sich nur dann einfinden kann, wenn das Angebotene unzensuriert wirken kann und der Künstler sein Augenmerk auf das vorerst gegen seinen Geschmack Verstoßende legt. Die Wirkung zb von Thyestes auf einem gerissenen Autolautsprecher, der ohne Chassis alleine auf seiner eigenen Magnetspule in der Mitte einer 600m2 großen leeren ehemaligen Fabrikhalle mit Betonwänden und Asphaltboden liegt, ist unvorstellbar bis zu dem Moment des Anhörens. Eine andere Position des Lautsprechers erzeugt etwas gänzlich anderes. Oder ein zweiter Lautsprecher: weit weg, sein Klang durch die Materialität der Stätte auf einzigartige Weise gebrochen, nur hier so gebrochen, nur hier so ergeben sich die so gefilterten Laufzeitunterschiede.

So oder ähnlich setzt sich die künstlerische Arbeit fort. Je nach Aufstellung des Set Ups werden nur an diesem Ort mögliche künstlerische Parameter angeboten, egal ob Halle; Keller oder Tanzpalast. In jedem Moment kann sich das Unhörbare bermerkbar machen. In großen Arealen sind es bisweilen bis zu 60 Lautsprecher mit unterschiedlichsten Soundinhalten, zusammengefasst in Multikanalsystemen und als autarke Einheiten, Inhalte, die sich durch die Weiten bewegen, langsam, schnell, durch Raumzonen mit unterschiedlichen Frequenzbändern usw.